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Was bedeutet Automatisierung in der Wirtschaftsprüfung?
Automatisierung in der Wirtschaftsprüfung ist der gezielte Einsatz von Revisionssoftware, um regelbasierte, wiederkehrende Prüfungsarbeiten ohne manuelle Übertragung auszuführen und lückenlos zu dokumentieren. Sie reicht von der schlichten Übernahme der Vorjahresprüfung bis zur vollständig generierten Berichtsmappe und unterscheidet sich damit bewusst von einer blossen Digitalisierung, bei der Papier lediglich durch PDF ersetzt wird.
Der Unterschied zeigt sich im Alltag eines Prüfungsteams sehr konkret: Wer digitalisiert, scannt die Belege und legt sie in einem Ordner ab, während die automatisierte Revision die angeforderten Dokumente direkt dem richtigen Prüffeld zuordnet, offene Pendenzen im Cockpit sichtbar macht und am Ende Auftragsbestätigung, Vollständigkeitserklärung und Revisionsbericht aus den bereits geprüften Daten erzeugt.
Künstliche Intelligenz ist dabei die nächste, noch junge Stufe dieser Entwicklung. Sie ergänzt die regelbasierte Automatisierung dort, wo unstrukturierte Informationen gelesen, Auffälligkeiten erkannt oder Textentwürfe vorbereitet werden sollen, ersetzt aber weder die Prüfungslogik der Standards noch die Verantwortung des Revisors.
Warum lohnt sich die Automatisierung der Revision gerade jetzt?
Die Automatisierung lohnt sich jetzt, weil drei Entwicklungen zusammenfallen: Die regulatorischen Anforderungen an Dokumentation und Qualitätsmanagement steigen, qualifizierte Fachkräfte bleiben knapp, und die Mandanten selbst arbeiten zunehmend digital.
Die Branche der Treuhänder und Wirtschaftsprüfer zählt in der Schweiz rund 40 000 Beschäftigte und befindet sich, wie die Bilanz im September 2026 festhielt, in einem rasanten Wandel, den Digitalisierung, Automatisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz für Datenanalysen und Risikobeurteilungen gleichermassen prägen. Die neuen Technologien nehmen den Revisionsverantwortlichen aufwendige Routinearbeit ab, sodass sie sich umso intensiver den risikobehafteten Bereichen der Abschlussprüfung widmen können.
Gleichzeitig entwickelt sich das Regelwerk laufend weiter. EXPERTsuisse hat mit den überarbeiteten Standards ISA-CH 220, ISA-CH 315 und ISA-CH 600 die Anforderungen an Qualitätsmanagement, Risikobeurteilung und Konzernprüfungen geschärft und die SA-CH in einer Ausgabe 2026 neu aufgelegt, während ISQM 1 und ISQM 2 ein durchgängig dokumentiertes Qualitätsmanagement auf Ebene der gesamten Praxis verlangen. Wer diese Vielfalt an Vorgaben noch mit Word-Vorlagen und Excel-Listen bewältigt, verliert wertvolle Stunden an Aktualisierung und Abstimmung, die in einer Revisionssoftware mit laufend integrierten Standards schlicht entfallen.
Hinzu kommt der Blick der Aufsicht: Revisoren müssen ihre Zulassung bei der Revisionsaufsichtsbehörde RAB mit nachgewiesener Weiterbildung pflegen, und jede Prüfung muss so dokumentiert sein, dass eine fachkundige Drittperson sie nachvollziehen kann. Eine automatisierte, historisierte Prüfungsdokumentation ist deshalb nicht nur bequemer, sondern die verlässlichere Grundlage für Reviews, Inspektionen und die eigene Qualitätssicherung.
Welche Prüfungsschritte lassen sich automatisieren?
Automatisieren lassen sich vor allem jene Schritte, die in jeder Revision nach demselben Muster wiederkehren: das Anfordern und Zuordnen von Unterlagen, die Übernahme von Vorjahreswerten und Prüfungsansätzen, die Steuerung von Pendenzen, die Erstellung der Berichte sowie Signatur und Archivierung. Die folgende Übersicht zeigt entlang des Prüfungsprozesses, wo Software den grössten Hebel entfaltet und wo die Verantwortung bewusst beim Menschen bleibt.

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Automatisierung mit Revi.

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Wo liegen die Grenzen der automatisierten Prüfung?
Die Grenze verläuft dort, wo Ermessen beginnt: Wesentlichkeit, Risikobeurteilung, die Würdigung von Nachweisen und das Prüfungsurteil bleiben Aufgaben des zugelassenen Revisors oder Revisionsexperten, und keine Software nimmt ihm diese Verantwortung ab.
Das Schweizer Recht ist hier eindeutig. Ob eine Gesellschaft ordentlich oder eingeschränkt geprüft wird, hängt nach den Vorgaben der RAB von den Schwellenwerten ab – 20 Millionen Franken Bilanzsumme, 40 Millionen Franken Umsatzerlös und 250 Vollzeitstellen, von denen zwei in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschritten sein müssen –, und in beiden Fällen verlangt Art. 730c OR, dass die Revisionsstelle sämtliche Revisionsdienstleistungen dokumentiert und die wesentlichen Unterlagen aufbewahrt. Automatisierung dient diesem Anspruch, indem sie jede Änderung historisiert und jeden Schritt nachvollziehbar macht, doch die inhaltliche Schlussfolgerung muss stets eine prüferische sein.
Auch der Blick auf die Risiken bleibt nüchtern: Peter Leibfried, Professor an der Universität St. Gallen, weist in der Bilanz darauf hin, dass intelligente Werkzeuge Anomalien und Einzelfälle zwar besser erkennen lassen, die Gegenseite jedoch ebenfalls mit künstlicher Intelligenz arbeiten wird. Die beste Automatisierung ist deshalb jene, die dem Prüfer mehr Zeit für kritisches Nachfragen verschafft, statt ihm das Denken abzunehmen – genau so ist Revi gebaut.
Wie sicher ist KI in der Revision – und wo liegen die Daten?
KI in der Revision ist so sicher wie der Rahmen, in dem sie arbeitet: Entscheidend sind der Speicherort der Mandatsdaten, klare Zugriffsrechte und die Nachvollziehbarkeit jedes Ergebnisses. Bei Revi werden Mandats- und Prüfungsdaten ausschliesslich in der Schweiz gespeichert und verarbeitet, auch für die KI-gestützten Funktionen, die derzeit entwickelt werden.
Für Revisionsunternehmen, die der beruflichen Schweigepflicht und dem Schweizer Datenschutzgesetz verpflichtet sind, ist dieser Punkt kein Detail, sondern Voraussetzung. Revi stellt für die Zusammenarbeit einen geschützten, temporären Cloudspeicher bereit, auf den ausschliesslich autorisierte Personen mit persönlichen Zugangsdaten und Zwei-Faktor-Authentifizierung zugreifen, und externe Reviewer erhalten gezielt befristete Einsicht, ohne dass Daten unnötig verteilt werden.
So entsteht ein Umfeld, in dem Automatisierung und künstliche Intelligenz das Prüfungsteam spürbar entlasten, ohne dass Sie bei Vertraulichkeit, Datenhoheit oder Revisionssicherheit Kompromisse eingehen müssen.
So automatisiert Revi Wirtschaftsprüfung.
Revi automatisiert die Wirtschaftsprüfung durchgängig von der Planung bis zur Archivierung und unterstützt dabei Prüfungen nach SER 2022 und SA-CH 2022, Spezialprüfungen, Prüfungen von Vorsorgeeinrichtungen und ESG-Revisionen sowie die Anforderungen aus ISQM 1, ISQM 2, QS 1 und Art. 730c OR.
Berichte auf Knopfdruck. Der Berichts-Assistent erzeugt Auftragsbestätigung, Vollständigkeitserklärung und Revisionsbericht direkt aus den geprüften Daten, gestützt auf vordefinierte Berichtsvorlagen und Ihr eigenes Design, sodass qualitativ hochwertige Reports in einem Bruchteil der bisherigen Zeit entstehen.
Unterlagen, die von selbst ankommen. Mit Revi Collect fordern Sie sämtliche Dokumente automatisiert beim Mandanten an und ordnen sie direkt den Prüffeldern zu, während mehrseitige Belege per QR-Code mit dem Smartphone erfasst, automatisch verarbeitet und durchsuchbar gemacht werden – ganz ohne zusätzliche App.
Überblick über jedes Mandat. Das AuditCockpit und die integrierte Pendenzenverwaltung zeigen jederzeit, was offen ist, wer verantwortlich ist und wie weit jede Prüfung fortgeschritten ist, und über die Mandantenübersicht steuern Sie auch grosse Portfolios mit leistungsfähigen Filtern parallel.
Wiederverwendbare Prüfungsvorlagen. Über die zentrale Vorlagenverwaltung passen Sie Prüfungsprogramme exakt an Mandat, Branche und Regulierung an, übernehmen bewährte Ansätze aus dem Vorjahr und entwickeln sie gezielt weiter, statt jedes Jahr von vorne zu beginnen.
Zusammenarbeit ohne Medienbruch. Mehrere Prüferinnen und Prüfer arbeiten gleichzeitig an derselben Revision, online in Echtzeit oder offline beim Kunden, und die Synchronisation auf Feldebene führt alle Änderungen präzise zusammen.
Revisionssicherer Abschluss. Berichte werden direkt aus der Prüfung heraus nach QES, FES oder EES signiert, mit Anbindung an DeepSign, Skribble und QuoVadis, und die abgeschlossene Revision wird als digital signierte, in sich geschlossene Archivdatei mit integriertem Archivleser aufbewahrt.
Die Version Revi SA-CH richtet sich an Revisionsunternehmen und Finanzkontrollen mit ordentlichen und eingeschränkten Revisionen, Revi SER an Praxen mit Fokus auf die eingeschränkte Revision, und mit Revi Free steigen angehende Wirtschaftsprüfer mit bis zu fünf Mandanten kostenlos ein. Die Anzahl Mandanten und Revisionen ist in den Vollversionen unbegrenzt.
Wie führen Sie die Automatisierung in Ihrer Praxis ein?
Am erfolgreichsten gelingt die Einführung schrittweise: Beginnen Sie mit den Arbeiten, die in jeder Revision gleich ablaufen, und erweitern Sie die Automatisierung, sobald das Team die ersten Mandate sicher in der neuen Umgebung führt.
Prozesse erfassen. Halten Sie fest, wo in Ihren Revisionen heute die meiste Zeit in Übertragungen, Nachfragen und Formatierung fliesst, denn genau dort liegt der grösste Hebel.
Standards und Vorlagen festlegen. Definieren Sie, welche Prüfungsprogramme nach SER und SA-CH Sie unverändert übernehmen und wo eigene Vorlagen für Branchen oder Spezialprüfungen sinnvoll sind.
Mit Pilotmandaten starten. Führen Sie zwei oder drei typische Mandate vollständig in der Software durch, inklusive Dokumentenanforderung, Bericht und Signatur, und sammeln Sie die Erfahrungen des Teams.
Mandanten einbinden. Stellen Sie die Anforderung von Unterlagen auf den digitalen Weg um, damit Belege strukturiert und vollständig eintreffen und Rückfragen spürbar abnehmen.
Qualität verankern. Nutzen Sie Historisierung, Reviewer-Zugang und die dokumentierten Qualitätsschritte, um Ihr System nach ISQM 1 und QS 1 laufend zu belegen und zu verbessern.
Worauf sollten Sie bei Software für die Prüfungsautomatisierung achten?
Eine gute Software zur Automatisierung der Wirtschaftsprüfung erkennen Sie daran, dass sie Schweizer Standards nativ abbildet, Daten in der Schweiz hält und die Nachvollziehbarkeit jeder Prüfung stärkt, statt sie zu verwässern. Diese Fragen helfen beim Vergleich:
Standards: Sind SER, SA-CH, Spezialprüfungen und ISQM integriert, und werden regulatorische Änderungen laufend in die Software eingepflegt?
Datenhaltung: Werden Mandats- und Prüfungsdaten ausschliesslich in der Schweiz gespeichert und verarbeitet, auch bei KI-Funktionen?
Dokumentation: Ist jede Änderung historisiert, und erfüllt die Archivierung die Anforderungen aus Art. 730c OR ohne Zusatzsoftware?
Berichte: Entstehen Auftragsbestätigung, Vollständigkeitserklärung und Revisionsbericht direkt aus den geprüften Daten?
Zusammenarbeit: Lässt sich gleichzeitig online und offline arbeiten, und können externe Reviewer sicher und befristet eingebunden werden?
Signatur: Sind qualifizierte und fortgeschrittene elektronische Signaturen direkt in den Prozess integriert?
Skalierbarkeit: Ist die Anzahl Mandanten und Revisionen unbegrenzt, und wächst die Lösung mit Ihrer Praxis mit?
Erfahrung: Wie lange ist der Anbieter im Schweizer Revisionsmarkt tätig, und welche Referenzen kann er vorweisen?
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